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Google Unternehmensprofil einrichten: 6 Einstellungen für lokale Kunden

Google Unternehmensprofil einrichten, damit dich lokale Kunden auf Maps finden: Name, Kategorie, Öffnungszeiten, Beschreibung, Fotos und Rezensionen.

Illustration eines Smartphones mit einer einfachen Karte und einer hervorgehobenen Standortmarkierung über einem kleinen Ladengeschäft

Ein Kunde sucht auf Google Maps genau das, was du verkaufst, ein paar Straßen entfernt, und findet stattdessen deine Konkurrenz. Sehr oft liegt das nicht am Essen, am Service oder am Preis. Es liegt am Profil: eine falsche Kategorie, fehlende Öffnungszeiten, ein mit Keywords vollgestopfter Name, der gemeldet wurde, oder gar keine Fotos.

Das Google Unternehmensprofil ist kostenlos, und das meiste, was über deine Sichtbarkeit entscheidet, hast du selbst in der Hand. Ich habe vor Kurzem ein kurzes Video zu diesem Thema für Kleinunternehmer gemacht, und dieser Artikel ist die ausführliche, schriftliche Version: dieselben sechs Einstellungen, Schritt für Schritt, jede einzelne abgeglichen mit Googles eigenen Hilfeseiten, Stand Oktober 2026.

Zuerst: Wonach Google wirklich rankt

Bevor du irgendeine Einstellung anfasst, hilft es, die Spielregeln zu kennen. Laut Googles Seite zur Verbesserung des lokalen Rankings basieren lokale Ergebnisse hauptsächlich auf drei Faktoren:

  • Relevanz: wie gut dein Profil zu dem passt, wonach jemand sucht.
  • Entfernung: wie weit dein Unternehmen von der suchenden Person entfernt ist.
  • Bekanntheit: wie bekannt dein Unternehmen ist. Laut Google fließen hier auch Dinge ein wie die Zahl der Websites, die auf dich verlinken, und die Zahl deiner Rezensionen.

Auf derselben Seite steht ein Satz, den jeder Unternehmer lesen sollte: Es gibt keine Möglichkeit, ein besseres lokales Ranking bei Google anzufordern oder dafür zu bezahlen. Wer dir gegen Geld „Platz eins auf Maps“ verspricht, verkauft etwas, das laut Google selbst nicht käuflich ist. Bezahlte Anzeigen sind ein separates Produkt; das lokale Ranking selbst ergibt sich aus den drei Faktoren oben.

Deine Entfernung zum Kunden kannst du nicht ändern. An Relevanz und Bekanntheit kannst du arbeiten, und genau das machen die sechs Einstellungen.

1. Unternehmensname: genau das, was auf deinem Schild steht

Verwende den Namen, den deine Kunden auf deinem Schild, deiner Speisekarte und deinen Kassenbons sehen. Nicht mehr.

Googles Richtlinien zur Darstellung deines Unternehmens zählen auf, was nicht in den Namen gehört: Werbeslogans, Angaben zu Leistungen oder Produkten, Ortsangaben, Öffnungszeiten, Telefonnummern und URLs. Außerdem steht dort, dass unnötige Zusätze im Namen zur Sperrung deines Unternehmensprofils führen können.

Wenn auf deinem Schild also „Dein Firmenname“ steht, steht im Profil „Dein Firmenname“. Nicht „Dein Firmenname, bester Döner der Stadt“, nicht „Dein Firmenname günstige Haarschnitte“, nicht „Dein Firmenname Innenstadt“. Die Versuchung ist groß, weil es nach kostenlosen Keywords aussieht. In der Praxis ist es einer der einfachsten Wege, das Profil komplett zu verlieren.

2. Primäre Kategorie: so spezifisch wie möglich

Die primäre Kategorie sagt Google, was für ein Unternehmen du bist, und sie gehört zu den stärksten Relevanzsignalen, die du selbst steuerst. Laut Googles Richtlinien sollst du Kategorien wählen, die so spezifisch wie möglich sind, aber dein Hauptgeschäft repräsentieren, und so wenige Kategorien wie möglich verwenden.

Wähl „Döner-Imbiss“ statt „Restaurant“, wenn du für Döner bekannt bist. Eine allgemeine Kategorie bringt dich in Konkurrenz mit jedem Restaurant in der Umgebung, und zwar bei Suchanfragen, die gar nicht zu dir passen.

Du kannst weitere Kategorien hinzufügen. Laut Googles Seite zum Bearbeiten des Profils kannst du bis zu 9 zusätzliche Kategorien auswählen, die Richtlinien warnen aber davor, Kategorien als Keywords oder zur Beschreibung von Merkmalen zu nutzen. Füge nur eine oder zwei hinzu, wenn sie einen echten Kernbereich deines Angebots beschreiben.

3. Vollständige Angaben: Adresse, Telefon, Öffnungszeiten, besondere Öffnungszeiten, Merkmale

Google sagt es klar: Unternehmen mit vollständigen und korrekten Angaben erscheinen eher in den lokalen Suchergebnissen, und wenn deine Angaben nicht stimmen, wird dein Profil bei relevanten Suchen in deiner Umgebung eventuell nicht angezeigt.

Geh jedes Feld durch:

  • Adresse: eine genaue, korrekte Adresse. Wenn du Kunden bei ihnen vor Ort betreust und keine Besucher empfängst, nutze stattdessen ein Einzugsgebiet und blende die Adresse aus. Laut Googles Richtlinien sind Postfächer und virtuelle Büros nicht zulässig.
  • Telefonnummer: eine, unter der während deiner Öffnungszeiten jemand rangeht.
  • Öffnungszeiten: deine regulären Zeiten für Kunden.
  • Besondere Öffnungszeiten: Feiertage, religiöse Feiertage, Sommerpause, eine Woche Renovierung. Google lässt dich für diese Zeiträume besondere Öffnungszeiten festlegen. Ein Kunde, der vor verschlossener Tür steht, weil Maps „geöffnet“ angezeigt hat, kommt so schnell nicht wieder.
  • Merkmale: sachliche Details wie Parkplätze, WLAN oder Außenplätze. Sie beantworten Fragen, für die Kunden sonst anrufen müssten.

Café-Inhaberin hinter der Theke prüft die Öffnungszeiten auf dem Smartphone

4. Beschreibung: 750 Zeichen über dich, nicht über deine Angebote

Die Beschreibung ist deine Chance, mit eigenen Worten zu sagen, was Kunden erwartet. Google gibt dir bis zu 750 Zeichen und empfiehlt zu beschreiben, was du anbietest, was dich unterscheidet und wie lange es dein Unternehmen schon gibt.

Zwei Regeln von Googles Seite zum Bearbeiten des Profils: keine URLs oder HTML, und konzentrier dich auf Details zum Unternehmen statt auf Aktionen, Preise oder Rabatte. Ein Satz wie „Diese Woche 50 % Rabatt“ gehört hier nicht hin.

Eine einfache Struktur, die passt:

  1. Was du bist und was du anbietest, in einem Satz.
  2. Was dich abhebt: eine Spezialität, eine Methode, eine Sprache, in der du Kunden betreust.
  3. Wie lange du das schon machst.
  4. Ein praktischer Hinweis, etwa zu Lieferung, Terminbuchung oder Barrierefreiheit.

Schreib für Menschen, nicht für Suchmaschinen. Ein natürlicher Satz, der dein Hauptprodukt einmal nennt, bringt mehr als eine Keyword-Liste.

5. Fotos und Videos: echter Ort, echte Produkte, echtes Team

Laut Googles Ranking-Seite kannst du mit Fotos und Videos zeigen, was du anbietest, und die Geschichte deines Unternehmens erzählen. Entscheidend ist, dass sie echt sind.

Googles Tipps zum Posten von Medien auf Maps verlangen Medien, die du selbst aufgenommen hast, und nennen Stockfotos, Screenshots, Collagen und Bilder anderer als Dinge, die du vermeiden solltest. Zeig den Eingang, damit die Leute ihn wiedererkennen, den Innenraum, deine echten Produkte und die Menschen, die dort arbeiten.

Die technischen Anforderungen, Stand Oktober 2026, laut Googles Seite zu Fotos und Videos:

Fotos Videos
Format JPG oder PNG –
Größe 10 KB bis 5 MB Bis zu 75 MB
Auflösung 720 x 720 px empfohlen, mindestens 250 x 250 px 720p oder höher
Länge Bis zu 30 Sekunden

Google wünscht sich außerdem scharfe, gut ausgeleuchtete Fotos ohne starke Filter. Eine Handykamera bei Tageslicht reicht völlig.

6. Rezensionen: alle fragen, niemanden belohnen, auf alle antworten

Rezensionen zahlen direkt auf die Bekanntheit ein. Laut Google können mehr Rezensionen und positive Bewertungen dein lokales Ranking verbessern, und positive Rezensionen mit hilfreichen Antworten lassen dich hervorstechen.

Fragen ist erlaubt. Laut Googles Tipps für mehr Rezensionen kannst du Kunden bitten, einen Google-Link aufzurufen oder einen QR-Code zu scannen. Eine Karte an der Kasse oder eine kurze Nachricht nach einem erledigten Auftrag funktionieren beide.

Belohnen ist es nicht. Anreize wie kostenlose oder vergünstigte Produkte oder Leistungen im Austausch für Rezensionen sind strikt verboten, und das gilt auch für Belohnungen, damit jemand eine negative Rezension ändert oder löscht. Googles Inhaltsrichtlinie verbietet außerdem, von negativen Rezensionen abzuraten oder sie zu untersagen, gezielt nur zufriedene Kunden zu fragen und Menschen vor Ort zum Schreiben einer Rezension zu drängen.

Antworte auf jede Rezension, ob gut oder schlecht. Laut Google zeigst du mit Antworten, dass dir das Feedback deiner Kunden wichtig ist, und die Person wird benachrichtigt, wenn du antwortest. Googles Rat für Antworten: kurz, höflich und im Gesprächston, nicht werblich. Bei einer negativen Rezension schützt du die Privatsphäre des Kunden, gibst einen Fehler zu, falls es einen gab, und entschuldigst dich, wo es passt.

Rezensionskarte mit Sternen auf der Theke einer Bäckerei, ein Kunde hält ein Smartphone

Was du tun und lassen solltest, Feld für Feld

Feld Tun Lassen
Unternehmensname Genau wie auf deinem Schild „Bester“, „günstig“, Produkte oder deinen Stadtteil ergänzen
Primäre Kategorie Die spezifischste, die passt („Döner-Imbiss“) Eine allgemeine („Restaurant“) oder Kategorien als Keywords
Öffnungszeiten Reguläre Zeiten plus besondere Öffnungszeiten für Feiertage Feiertage dem Zufall überlassen
Merkmale Parkplätze, WLAN, Sitzplätze und andere Fakten Dinge angeben, die du nicht anbietest
Beschreibung Was du anbietest, was dich abhebt, seit wann, bis zu 750 Zeichen URLs, Preise, Aktionen
Fotos und Videos Dein eigener Laden, deine Produkte, dein Team Stockfotos, Collagen, starke Filter
Rezensionen Jeden Kunden fragen, auf jede Rezension antworten Rabatte oder Geschenke anbieten, nur zufriedene Kunden fragen

Zwei weitere Schritte: bestätigen, dann aktuell halten

Bestätige das Profil. Googles Seite zur Bestätigung erklärt, dass du durch die Bestätigung zum Inhaber des Profils wirst, und laut Ranking-Seite erscheint ein bestätigtes Unternehmen eher in den Suchergebnissen. Google entscheidet, welche Methoden dir angeboten werden: Telefon oder SMS, E-Mail, ein Live-Videoanruf oder eine Postkarte. Laut Google kann die Prüfung der Bestätigung bis zu 5 Werktage dauern.

Halte es aktuell. Öffnungszeiten ändern sich, Speisekarten ändern sich, du renovierst. Google verknüpft Genauigkeit direkt mit Sichtbarkeit, veraltete Angaben kosten dich also Suchanfragen. Eine einfache Gewohnheit: Öffne das Profil einmal im Monat, prüf Öffnungszeiten und anstehende Feiertage, lade ein paar neue Fotos hoch und beantworte neue Rezensionen. Dieser Rhythmus ist mein Vorschlag, keine Google-Regel, aber er reicht, damit das Profil nicht einstaubt.

Wo das in deinen Online-Auftritt passt

Seit über 7 Jahren arbeite ich mit Meta-Werbetreibenden: zuerst habe ich pro Quartal 150 bis 280 Unternehmen zu Kampagnen, Pixel, Conversions API und Katalog-Setups beraten, danach zwei Teams mit bis zu 27 Meta Marketing Pros geleitet, die rund 4.500 Werbekonten betreut haben. Die Lektion, die ich mitnehme: Erst die Grundlagen richtig machen, dann Geld für Anzeigen ausgeben. Ein kostenloser Eintrag mit der richtigen Kategorie, echten Fotos und aktuellen Öffnungszeiten leistet etwas, das bezahlte Kampagnen nicht ersetzen können.

Wenn du einen Schritt weitergehen willst: Dieselbe Logik gilt für die KI-Suche. Mein Artikel über GEO und wie du in der KI-Suche zitiert wirst deckt die Website-Seite ab. Wenn du dein Profil, deine Website und dein Tracking lieber gemeinsam mit jemandem einrichten willst, schau dir meine Leistungen an oder schreib mir. Kurze Videos für Kleinunternehmen (auf Türkisch) veröffentliche ich auf meinem YouTube-Kanal.

FAQ

Kann ich Google bezahlen, um auf Google Maps weiter oben zu stehen?

Nein. Laut Google gibt es keine Möglichkeit, ein besseres lokales Ranking anzufordern oder dafür zu bezahlen. Lokale Ergebnisse basieren hauptsächlich auf Relevanz, Entfernung und Bekanntheit.

Darf ich Keywords oder meinen Stadtteil in den Unternehmensnamen schreiben?

Nein. Laut Googles Richtlinien soll der Name dem echten Namen deines Unternehmens entsprechen. Werbeslogans, Angaben zu Leistungen oder Produkten und Ortsangaben sind nicht erlaubt, und unnötige Zusätze im Namen können zur Sperrung deines Profils führen.

Wie lang darf die Beschreibung im Google Unternehmensprofil sein?

Bis zu 750 Zeichen. Google empfiehlt zu beschreiben, was du anbietest, was dich unterscheidet und wie lange es dein Unternehmen schon gibt. Keine URLs oder HTML, und konzentrier dich auf das Unternehmen statt auf Aktionen, Preise oder Rabatte.

Darf ich Kunden für eine Google-Rezension einen Rabatt geben?

Nein. Anreize wie kostenlose oder vergünstigte Produkte oder Leistungen im Austausch für Rezensionen sind bei Google strikt verboten. Du darfst jeden Kunden um eine Rezension bitten, etwa mit deinem Rezensionslink oder einem QR-Code, aber du darfst sie nicht belohnen oder nur zufriedene Kunden fragen.

Muss ich mein Google Unternehmensprofil bestätigen?

Mit der Bestätigung zeigst du Google, dass du berechtigt bist, das Unternehmen zu vertreten, und laut Google erscheinen bestätigte Unternehmen eher in den Suchergebnissen. Google entscheidet, welche Methoden dir angeboten werden, etwa Telefon oder SMS, E-Mail, Video oder Postkarte.